Erfahrungsbericht: Google Pixel 6

In den letzten Wochen und Monaten war es hier sehr still, jedoch hat sich einiges in der Technikwelt getan. Viele neue Smartphones sind auf den Markt gekommen und eines davon nenne ich nun mein eigen. Es handelt sich dabei um das Google Pixel 6 (nicht Pro). Warum ich mein Xiaomi Mi 10 5G in Rente geschickt habe und wieso das Pixel für mich das beste Smartphone 2021 ist, erfährst du in diesem Erfahrungsbericht.

Warum der Wechsel?

In den letzten Jahren habe ich einige Male mit dem Gedanken gespielt ein Google Smartphone zu erwerben. Meist ist es aber nicht dazu gekommen, weil entweder das Preis-Leistungs-Verhältnis nicht passte oder das Smartphone nicht in allen Bereichen meinen Ansprüchen gerecht werden konnte. Doch mit dem Google Pixel 6 war dies nicht so.
Bereits vor dem Release keimte in mir der Gedanke das Gerät zu erwerben. Doch den Ausschlag machte jedoch das Vorbesteller-Angebot, bei dem Google die Bose 700 Kopfhörer (im Wert von ~269€) kostenlos beilegt.

 

Der Kauf

Am 19. Oktober 2021 wurde das Google Pixel 6 und das Google Pixel 6 Pro offiziell vorgestellt und ich versuchte den ganzen Abend lang, dass Gerät über den Google Store zu bestellen. Leider ohne Erfolg, denn die Server waren durch den hohen Andrang schlichtweg überlastet. Also versuchte ich es am 20. Oktober 2021 erneut und konnte nun das Google Pixel 6 in der Farbe Stormy Black bestellen. Geliefert wurde es dann am 28. Oktober 2021.
Am 03. November habe ich dann den Antrag für die Bose 700 Kopfhörer gestellt, der ein paar Tage später akzeptiert wurde. Schlussendlich wurden die Bose 700 Kopfhörer dann am 09. Dezember geliefert.

 

Unboxing

Im Jahr 2021 kommen die meisten Smartphones in einer kleineren Verpackung daher. Grund dafür ist das fehlende Ladegerät. Neben dem Smartphone ist nämlich lediglich ein USB-C auf USB-C Kabel, ein USB-C auf USB-A Adapter und eine Kurzanleitung in der Verpackung zu finden. Dementsprechend sollte man bereits ein Ladegerät mit USB-C Anschluss besitzen oder man bestellt/kauft sich eins.
Nachdem ich alles aus der Verpackung genommen habe, begutachtet ich zum ersten Mal das Google Pixel 6. Mein erster Gedanke war: „Wow, ist dieses Gerät gut verarbeitet und sieht super aus“. Also entnahm ich meine Congstar Sim-Karte aus dem Xiaomi Mi 10 5G und legte sie gleich ins Google Pixel 6 ein. Es folgte das erste Einschalten und der Einrichtungsprozess.

 

Das Gerät

Sowohl das Xiaomi Mi 10 5G, als auch das Google Pixel 6 sind in punkto Hardware super verarbeitet. Im direkten Vergleich sind mir jedoch ein paar Dinge aufgefallen. So favorisiere ich eher die Position der Selfie Kamera des Xiaomi Mi 10 5G (links oben). Während der Nutzung im Porträt Modus, stört mich die Selfie Kamera bei beiden Geräten nicht. Dreht man das Gerät aber in den Landscape Modus, zum Beispiel zum Spielen von Call of Duty Mobile, so stört mich die zentrierte Selfie Kamera des Google Pixel 6.
Auf der anderen Seite habe ich nun feststellen können, wie schön ein „normales“ Display ist. Ein „curved“ Display sieht zwar sehr modern aus, aber in der Nutzung ist dieses aus meiner Sicht eher von Nachteil. Darüber hinaus finde ich die Kamera Anordnung auf der Rückseite beim Google Pixel 6 deutlich gelungener. Beides ist aber Geschmackssache.

Google Pixel 6

 

Hardware Spezifikationen

An dieser Stelle möchte ich lediglich die Hardware Highlights nennen. Wer sich die kompletten Spezifikationen ansehen möchte, kann dies gerne auf store.google.com tun.

  • CPU/GPU: Google Tensor – Mali G78 MP20
  • Display: 6,4 Zoll – Super AMOLED – 90Hz
  • Akku: 4614 mAh – 30W Fast Charging
  • Kameras: 50 MP Haupt- & 12 MP Weitwinkelkamera
  • Sonstiges: 5G Support – Stereo Lautsprecher – IP68 Zertifizierung

 

Software

Auf dem Google Pixel 6 kommt Android 12 zum Einsatz. Neben den diversen vorinstallierten Google Apps kann man keinerlei Apps bzw. Werbung finden. Dies ist gegenüber dem Xiaomi Mi 10 5G echt eine Genugtuung, denn dort waren so einige Apps mit dabei, die aus meiner Sicht überflüssig waren. Auch die Werbung in manchen Xiaomi Apps war nervig. Um die Werbung und die überflüssigen Apps zu entfernen, war es daher notwendig das Mi 10 zu rooten.
Da mir das reine Google Android auf dem Pixel von Sekunde eins an sehr gut gefiel, verzichtete ich auf das rooten und installierte all meine Apps aus dem Play-Store. Dabei nutze ich die Gelegenheit und reduzierte die Anzahl der Apps. Wer genau wissen will, welche Apps ich auf dem Google Pixel 6 installiert habe, der sollte sich auf das kommende „What’s on my Phone“ freuen.
Des Weiteren gibt Google ein Update Versprechen, dass vier Major-Updates (bis einschließlich Android 16) und ein weiteres Jahr Sicherheitsupdates beinhaltet. Somit kann das Google Pixel 6 eine längere Zeit genutzt werden.

 

Software Modifikationen

Wie bereits erwähnt verzichte ich bei Google Pixel 6 zum ersten Mal auf das rooten. Dadurch fällt auch das installieren von Custom Roms bzw. Kernel weg. Jedoch kann ich das sehr gut verschmerzen.
Worauf ich jedoch nicht verzichten konnte, waren unter anderem der Nova Launcher und dIe Automatisierungs-App Tasker. Dazu gesellte sich die App AccuBattery, da aus meiner Sicht die Anzeige der Akkulaufzeit unter Android 12 nicht detailliert genug ist.

 

Kameras

Seit Jahren zeigt Google, was mit Software in Sachen Fotografie möglich ist. So holte man die letzten Jahre aus einem etwas betagten Sony Exmor IMX363 12 Megapixel Chip alles heraus. Nun nutzt Google im Pixel 6 einen Samsung GN1 Chip mit 50 Megapixel und die Qualität der Bilder sind nun noch einmal etwas besser geworden. Zudem hat Google mit dem neuen Chip einen riesigen Sprung im Bereich Video gemacht. Bisher konnte ich noch nicht all zu viele Bilder und Videos erstellen, aber eins ist mir bereits aufgefallen. Mit der Google Kamera muss man sich echt keine großen Gedanken machen., einfach Kamera App starten, drauf halten und den Auslöser drücken. Fertig! Dies ist ein echter Vorteil, denn mit dem Xiaomi Mi 10 5G habe ich deutlich länger gebraucht bis ich mit dem Bild zufrieden war.

Neben der verbesserten Hardware, hat Google auch ein paar exklusive Funktionen dem Google Pixel 6 und Google Pixel 6 Pro spendiert. In den einschlägigen Medien wurde in erster Linie der magische Radierer (im org. Magic Eraser) genannt. Auch ich habe diese Funktion bereits einige Male getestet und die Ergebnisse haben mich oft verblüfft. Jedoch klappt diese Funktion nicht bei allen Bildern. Anbei ein Beispiel der Hauptkamera (Bild #1) und der Weitwinkelkamera (Bild #2).

 

Akkulaufzeit

Seit dem Xiaomi Mi 10 5G setze ich auf Geräte mit einer langen Akkulaufzeit. Denn nichts ist schlimmer, als unterwegs nach einer Steckdose oder einem Akkupack zu suchen. Aus meiner Sicht sollte ein Smartphone mindestens einen Tag locker Durchhalten und ggf. noch Reserven aufweist.
Mit einer Display-on-Zeit von im Schnitt 8 Stunden hat das Xiaomi Mi 10 5G die Latte bereits sehr hoch gelegt. Doch kann das Google Pixel 6 da mithalten bzw. die Latte noch höher legen? Ja, es kann! Und das hat mich echt überrascht, denn der Akku des Pixel ist 166mAh kleiner. Dementsprechend wird wohl der Google Tensor Chip und das etwas kleinere Display (6,4 Zoll beim Pixel und 6,67 Zoll beim Mi 10) den kleineren Akku aufwiegen.
Nach gut einem Monat der Nutzung, hat sich die Akkulaufzeit bei einer Display-on-Zeit von 9 Stunden eingependelt. Dabei nutze ich das Pixel die meiste Zeit mit einer Bildwiederholrate von 60hz. Lediglich bei Spielen von Call of Duty Mobile schalte ich die 90hz ein.

 

Benchmarks

An dieser Stelle folgen nun die Benchmark Ergebnisse. Genutzt wurden die Apps Geekbench 5, Geekbench ML und 3DMark. Die Ergebnisse sind direkt nacheinander entstanden. Daher könnte es sein, dass die Tests des 3DMark durch die Wärme-Entwicklung beeinflusst wurden.

 

 

Zubehör

Kurz nachdem ich das Google Pixel 6 im Google Store bestellt habe, habe ich eine Bestellung bei Amazon ausgelöst. Neben einem USB-C Ladegerät, lagen auch zwei Hüllen im Warenkorb. Im Detail handelte es sich um die folgenden Produkte:

Beide Hüllen sind gut verarbeitet und weisen keine scharfen Kanten auf. Derzeit nutze ich die Spigen Hülle, jedoch schließe ich nicht aus das ich demnächst wechseln werde.

 

Mein Fazit

An dieser Stelle muss ich vor Google den Hut ziehen. In den letzten Jahren hatten die Pixel Geräte meist größere Makel, die mich vor einem Kauf abgeschreckt haben. Doch mit dem Google Pixel 6 haben die Jungs aus Mountain View ein erstklassiges Smartphone auf den Markt gebracht. Perfekt ist das Gerät zwar nicht, aber dies verlange ich auch gar nicht.
Für einen Preis von 649€ bietet das Google Pixel 6 vieles und lässt kaum etwas vermissen. Daher spreche ich an dieser Stelle eine klare Kaufempfehlung aus.

 

Noch Fragen?

Hast du noch Fragen zum Google Pixel 6? Dann ab damit in die Kommentare!

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