Mein Wechsel von o2 zu congstar

In dem heutigen Beitrag soll es um meinen Wechsel von o2 zu congstar gehen. Dabei werde ich nicht nur auf die Gründe für den Wechsel eingehen, sondern vielmehr auf den Ablauf und die Vorarbeit. Der ein oder andere wird sich nun sicher denken ‚Warum geht er nicht einfach zu dem günstigsten Anbieter mit den besten Konditionen?‚. Nun ja… lese dir den Beitrag in Gänze durch und du wirst verstehen warum.

Vorgeschichte

In meinem Beitrag – Welche Handys habe ich über die Jahre verwendet? – habe ich davon berichtet, dass ich im Alter von 18 Jahren das Sony Erricson T68i inkl. eines Mobilfunk Vertrags erworben hatte. Zur damaligen Zeit entschied ich mich für den Mobilfunk Provider Viag Interkom, der ein paar Monate später in o2 umbenannt wurde. Seitdem war ich Kunde bei diesem Anbieter und habe meist alle 2 Jahre den Tarif gewechselt. Zuletzt nutzte ich den Tarif o2 Free S Boost. Darin enthalten war ein Datenvolumen von 3GB, einer Allnet Flat in alle deutsche Netze und einer SMS Flat. Mit den 3GB im Monat kam ich klar, denn wenn ich diese einmal verbraucht hatte, wurde ich auf 1Mbit/s gedrosselt und man konnte dann immer noch YouTube Videos konsumieren (halt nur in 480p). Bezahlt habe ich dafür dann knappe 18€, da mir ein Rabatt seitens o2 gewährt wurde.

 

Der Grund für den Wechsel

Doch warum dann der Wechsel? Dies liegt hauptsächlich am Netz bzw. am Empfang im o2 Netz. Wenn LTE angezeigt wurde, hieß es noch lange nicht, dass die Inhalte schnell geladen wurden. Des Weiteren wechselte mein Smartphone meist von LTE direkt zu Edge und damit läuft dann bekanntlich nichts mehr.

 

Der Weg bis zum Wechsel

Nachdem mich der Empfang immer mehr geärgert hat, entschied ich mich dazu einen Test durchzuführen. Dazu bestellte ich mir eine congstar Prepaid Karte. Da mein Xiaomi Mi 10 zwei Sim-Karten aufnehmen konnte, war es mir möglich das o2- mit dem Telekom-Netz zu vergleichen. Und was soll ich schreiben? Der Unterschied war deutlich. An vielen Orten zeigte mir das o2-Netz Edge an und im Telekom-Netz surfte ich mir LTE. Auch Speedtests zeigten ein klares Bild, wie man anhand der hier gezeigten Screenshots sehen kann. Zudem war es manchmal im o2-Netz so, dass ich bessere Speedtests unter 3G hatte, als mit LTE. Leider fehlen mir davon die Screenshots.

 

Der Wechsel

Die Entscheidung für den Wechsel fiel bereits im Januar und die Kündigung bei o2 wurde dementsprechend ausgesprochen. Im Laufe des Februar meldete sich dann die Kundenrückgewinnung zwei Mal bei mir und wollte wissen, warum ich gekündigt habe. Der eine Mitarbeiter akzeptierte meine Entscheidung, der andere hingegen nicht sofort. Letzterer verwies darauf, dass o2 sehr viel Energie in den Netzausbau stecken und das auch das 5G Netz immer weiter ausgebaut würde. Auf die Frage, wann ich mit 5G rechnen könne, bekam ich keine klare Antwort. Daher verwies ich nochmals auf meine Kündigung und beendete das Telefonat. Anschließend erhielt ich die Bestätigung meiner Kündigung zum 26.06.2021.
Da ich meine Rufnummer behalten wollte, setzte ich mir eine Erinnerung für den Vertragsabschluss bei congstar. Als ich von dieser dann am Sonntag den 09.05.2021 benachrichtigt wurde, prüfte ich nochmals alles und schloss anschließend den congstar Vertrag ab. Entschieden habe ich mich für den Tarif Fair-Flat, bei dem ich nur das zahle was ich verbrauche. Nachdem ich die ersten E-Mails seitens congstar erhalten hatte, kam dann eine nicht so schön Nachricht. Die Rufnummern-Portierung würde seitens o2 abgewiesen. Nach Rücksprache mit o2 ließ sich dies aber durch das setzen einer Option im Kundenkonto korrigieren. Beim zweiten Versuch der Rufnummern-Portierung lief dann alles glatt und mir wurde anschließend der 19.05.2021 als Vertragsbeginn genannt. An diesem Tag wurde dann auch die Rufnummer bis morgens 6 Uhr portiert und ich konnte meinen congstar Vertrag seitdem ohne Probleme nutzen.

 

Fazit

Vor ein paar Jahren hörte man noch sehr oft, dass die Rufnummern-Portierung mehrere Tage in Anspruch nimmt und die Kosten dafür sehr hoch wären. Seitens der EU wurde die Kosten mittlerweile gedeckelt und der Prozess der Rufnummern-Portierung scheint vollautomatisch abzulaufen. Doch zwei Dinge sind mit bei dem Wechsel negativ aufgefallen. Zum einen die Kundenrückgewinnung von o2 und der fehlende Hinweis zu der Option für die vorzeitige Freigabe der Rufnummer. Da dies aber bei anderen Mobilfunk Provider nicht anders sein wird, soll dies keine Kritik an o2 sein, sondern vielmehr an der Mobilfunk Branche, die einem manchmal kleinere oder auch größere Steine in den Weg legen möchte. Da fragt man sich schon, ob das eigentlich sein muss?!? Dennoch ging der Wechsel sehr einfach von statten, wodurch ich vor einen weiteren Wechsel nicht zurückschrecken würde. Dies bedeutet aber nicht, dass ich lediglich 2 Jahre Kunde bei congstar sein werde. Bei o2 waren es ja am Ende 19 Jahre und in denen war ich größtenteils ein zufriedener Kunde.

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